Gastroskopie (Magenspiegelung)

Bei der Gastroskopie (Magenspiegelung) wird mittels eines flexiblen Schlauches die Speise­röhre, der Magen und der Zwölffingerdarm untersucht. Diese Untersuchung erfolgt (auf Wunsch) im Dämmerschlaf (Sedierung) und dient der Abklärung von Bauch­schmerzen, Sod­brennen, Übelkeit, Durch­fällen, Blut­armut, etc.

Vorbereitung

Für die Gastroskopie (Magenspiegelung) ist keine spezielle Vorbereitung wie bei der → Koloskopie (Darmspiegelung) notwendig. Es ist ausreichend nach dem Abendessen am Vortag (spätestens jedoch ab Mitternacht) nüchtern zu bleiben. Am Tag der Untersuchung werden von uns nochmals relevante Punkte wie regelmäßig eingenommene Medikamente, etwaige Begleit­erkrank­ungen und Allergien abgefragt. Sofern eine Sedierung gewünscht ist erhalten Sie von uns einen Venenzugang (Venflon). Anschließend werden Sie ins Unter­suchungs­zimmer begleitet. Hier werden Sie von unseren Assistentinnen und der Ärztin bzw. dem Arzt der die Untersuchung durchführt betreut.

Untersuchungsablauf

Bei der Gastroskopie werden die Speiseröhre (Ösophagus), der Magen mit den drei Abschnitten Fundus (oberer Anteil), Corpus (mittlerer Anteil), Antrum (unterer Anteil) und das Duodenum (Zwölffingerdarm) untersucht. Routine­mäßig werden Biopsien (Gewebeproben) aus den Bereichen Antrum und Corpus zur Abklärung ob eine bakterielle Ursache für eine etwaige Gastritis (Magen­entzündung) durch Helicobacter Pylori vorliegt. Bei Abklärung von Durchfällen werden Biopsien (Gewebe­proben) aus dem Duodenum (Zwölf­finger­darm) entnommen. Bei Reflux (Sod­brennen) auch aus dem unteren Drittel des Ösophagus (Speiseröhre). Sollte der Verdacht auf eine eosinophile Ösophagitis (allergisch bedingte chronische Entzündung der Speiseröhre) bestehen, werden wir Biopsien aus dem unteren, dem mittleren und dem oberen Teil der Speiseröhre entnehmen.

Gewebeproben (Biopsien)

Die entnommenen Gewebeproben (Biopsien) werden bei uns in eine Stabilisierungs­lösung eingelegt und an einen externen Pathologen ge­sandt. Dort werden die Gewebe­proben aufbereitet (Fixierung, Färbung) und anschließend unter dem Mikroskop unter­sucht. Nach ungefähr einer Woche erhalten wir vom Patho­logen die histo­logische Be­urteilung. An­schließend erhalten Sie von uns den endgültigen Unter­suchungs­befund in­klusive histologischem Befund und unsere Therapie­empfehlung.

Informationen zur → Koloskopie (Darmspiegelung)

Folgende weitere → Untersuchungsmethoden werden ebenso bei uns angeboten.

Gastroskopie (Magenspiegelung): Übergang Speiseröhre Magen
Ora Serrata (Übergang Speiseröhre - Magen)
Gastroskopie (Magenspiegelung): Fundus (oberer Magenanteil)
Fundus (oberer Anteil des Magens)
Gastroskopie (Magenspiegelung): Magenantrum
Antrum (unterer Anteil des Magens)
Gastroskopie (Magenspiegelung): Duodenum (Zwölffingerdarm)
Duodenum (Zwölffingerdarm)